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Was sind Forex Optionen?
Die Abkürzung Forex steht für den englischen Fachbegriff “Foreign Exchange”, und meint damit den Handel mit Währungen oder Devisen. Der Handel in diesem Umfeld ist der bedeutendste Trading-Markt der Welt, aber dieser Markt wurde bisher fast nur von Profi-Tradern bestimmt. Für diese bieten sich interessante Gewinnchancen, allerdings ist das Risiko ebenfalls sehr hoch. Aber auch private Trader können am Handel mit Devisen teilnehmen und zwar auch mit relativ geringen Einsätzen teilnehmen. Man sollte aber nicht erwarten, dass man schnell reich wird, denn das Forex Trading ist ein Metier, das umfassende Vorbereitung und hohe Lernbereitschaft erfordert.
Die einfachste Art des Handels im Forex Markt ist der Kauf bzw. Verkauf von Devisen. Wer vor einigen Monaten US-Dollar gekauft hat, kann sie jetzt mit einem hohen Gewinn in Euro zurücktauschen. Die Art des Handels ist recht überschaubar als wenn man eine Kauf- oder Verkaufsoption auf eine Devise handeln würde. Wenn ich das beispielsweise das Recht habe einen Euro für 1,30 Dollar zu kaufen, dann kann dieses Recht extrem im Wert ansteigen, wenn der Kurs auf 1,20 absinkt. Im umgekehrten Fall kann diese Kaufoption aber völlig wertlos werden.
Forex Optionen haben eine Menge Gemeinsamkeiten mit dem Aktien-Markt-Geschäft, bei dem es auch Kaufs- und Verkaufsoptionen gibt. Währungs-Optionen sind auf zuverlässige Begrenzung der Risiken und Steigerung des Gewinns zum Markt-Handel mit Devisen ausgelegt. Ein Anleger kann zwischen zwei Optionen wählen, von denen die erste die traditionelle Variante ist. Sie ermöglicht dem Käufer das Recht auf Erwerb von Währungen zu einem vorher vereinbarten Preis – ist aber nicht verbunden mir der Verpflichtung, diesen Erwerb auch umzusetzen. Wenn ein Käufer die Gelegenheit ergreift, Forex Optionen dieser Art zu kaufen, so geht dieser Käufer davon aus, dass es ihm möglich ist, später diese Währung mit Vorteil zu verkaufen. Forex Optionen sind so für den Anleger ein weiteres Werkzeug, das ihm hilft bei der Minimierung der Verluste und der Steigerung von Gewinnen, wenn es um Geschäfte mit Währungsrisiken geht. Sie sind sehr beliebt in Zeiten der wirtschaftlichen Umbrüche.
Die zweite Art von Forex Optionen nennt man SPOT (Single Payment Options Trading = einzelnes Zahlungs-Prämiengeschäft). Diese Variante stellt eher eine Art Wette dar; sie fordert von dem Käufer, etwas vorhersagen, was sich auf dem Forex Markt ereignen wird. Wenn der Käufer erfolgreich schätzt, ist es für ihn möglich, unbegrenzt zu profitieren. Wenn der SPOT nicht erfolgreich ist, verliert der Käufer “nur” seinen Einsatz.
Transaktionen in Optionen sind generell (auch bei Forex-Optionen) sind äußerst riskant. Die Risiken dieser Optionen sollten den Verkäufern und Käufern insbesondere in Bezug auf die Art der Option, die sie ausüben wollen, jederzeit bewusst sein. Es lohnt deshalb stundenaktuell festzustellen, in welchem Umfang der Wert der Optionen sich ändert. Denn als Optionsinhaber muss man ständig darüber informiert sein, ob die Positionen für einen günstig bleiben, insbesondere unter Berücksichtigung aller Transaktionskosten einschließlich der Prämie.
In der Regel sind der Verkauf bzw. die Gewährung einer Option riskanter als Kaufoptionen. Der Verkäufer kann einen Verlust bekommen, der über dem Betrag liegt, den er ursprünglich investiert hat. Der Verkäufer ist verantwortlich für eine Extra-Marge, um die Position auf dem gleichen Niveau zu halten, wenn der Markt sich erfolglos bewegt. Der Verkäufer hat auch die Gefahr auszuhalten, dass der Käufer die Option tatsächlich ausübt und der Verkäufer muss also entweder die Begleichung der Option in bar gewähren oder das liefern, was grundlegend vereinbart war. Ist die Option gedeckt durch den Verkäufer einer entsprechenden Position so könnte in Zukunft eine andere Option das Risiko vielleicht minimieren. Wird die Option nicht ausgeübt, dann ist nach unter das Verlustrisiko unbegrenzt.
Die Börse ist oft im Zusammenhang mit Optionen unberechenbar, doch der Devisen- oder Forex-Markt lässt sich durch das Handeln mit diesen Derivaten noch schwerer kontrollieren.
Betrug am Forex-Markt
Presse und Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten sprechen oft von Betrug und Betrugsmethoden am Forex Markt, insbesondere wenn es um den Handel mit Derivaten geht. Dies ist in Deutschland noch nicht so verbreitet, aber in den letzten Monaten wird auch hier verstärkt Werbung mit dem Begriff Forex gemacht. Doch beim Handel mit Devisen sollte man mit äußerester Vorsicht zu Werke gehen.
Denn es gibt einige unehrliche Forex Broker-Strategien. Als Opfer eines solchen Vorgehens sollte man sich bei der lokal zuständigen Handelsaufsicht melden. Die Betrugs-Methode einiger Broker stellt auf eine Verwaltung der Mittel der Kunden ab, so dass dem Broker von Anfang an klar ist, dass die Gelder der Kunden schnell verloren gehen werden.
Die meisten Kunden verlieren letztlich mehr Geld auf dem Forex-Markt, als sie gewinnen. Wesentliche Ursachen für dieses Phänomen sind das niedrige Niveau der Ausbildung, die emotionalen Stimmungen und die mangelnde Vertrautheit mit der Materie des Devisenhandels. Basierend auf dieser Tatsache wurden verschiedene Betrugsmethoden entwickelt.
Letztlich geht es um betrügerisches Brokerage. Es kann ein auf Betrug ausgerichteter Broker die Überlagerungen von Client-Transaktionen während deren Ausführung nutzen, um für sich Überschüsse abzuzweigen. Dies geht besonders gut, wenn viele Kunden-Transaktionen in den Prozess einbezogen werden. Manchmal verdienen Makler in den Haupthandelszentren durch Bewegen der Transaktion auf einen anderen Handelsplatz. Da alle Kunden Transaktionen durch den Händler veranlassen, kann dieser durch annähernd gleichzeitige Auftragsweitergabe an unterschiedlichen Marktplätzen zusätzlichen Profit für sich abschöpfen. Da der Handel mit Forex-Derivaten letztlich ein Nullsummenspiel ist, können diese Manipulationen nicht so leicht auffallen.
Der Gewinn des Händlers ist der Verlust des Kunden. Dies ist der wichtigste Punkt dieser betrügerischen Broker-Strategie. Normalerweise können die Client-Transaktionen, die während eines Tags nicht zum Zuge kommen, kaum zu größeren Gewinne oder Verlusten führen. Im Großen und Ganzen ändert sich von einem zum nächsten Tag nicht so viel. Wenn aber offene Positionen über mehreren Tagen sich entwickeln, dann kann der Kunde schnell vor größeren Verlusten stehen. Durch dieses sogenannte “Pseudo-Brokerage” kann jede Position sich zu einem beachtlichen Verlust hochschaukeln.
Einige dieser Händler bieten ihren Kunden eine Garantie dafür, dass Sie nie Geld verlieren können, wenn man bei ihnen investiert. Hier sollte man misstrauisch werden. Im Gegensatz zu Terminbörsen auf Aktien gibt es keinen zentralen Marktplatz für Devisen im außerbörslichen Handel. Im Forex-Markt gibt es auch nicht so viele private Käufer und Verkäufer. Die Kunden sind auf die Ehrlichkeit der Händler in Bezug auf einen fairen Preis angewiesen.
Kunden in den Vereinigten Staaten wird dort empfohlen, dass sie sich bei der vom Händler angegebene staatliche Regulierungsbehörde über die Händler-Registrierung informieren und den Händler auch fragen, wie er legitimiert ist. Das ist für deutsche Kunden allerdings nicht einfach.
In den Vereinigten Staaten kommt eine besondere Organisation ins Spiel: Die United States Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Diese Agentur regelt den Handel mit Devisen, Währungen, Rohstoff-Futures-Kontrakten und Optionen in den USA und geht gegen beteiligte Unternehmen vor, die in illegale oder betrügerische Verkäufe von Währungs- oder Rohstoff-Futures oder Optionen verwickelt sind. Durch diese Organisation soll die Ehrlichkeit des Handels besser abgesichert werden, als das bisher möglich war. Dies kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Kunden ihr zuarbeiten und betrügerische Machenschaften aufzeigen.
Zwischen 2001 und 2006 hat die US Commodity Futures Trading Commission mehr als 80 Fälle von Betrug am Forex-Markt verfolgt. Mehr als 23.000 Kunden waren involviert und diese verloren etwa 350 Millionen Dollar. (Quelle: http://www.nfa.futures.org/news/newsRel.asp?ArticleID=1540 )
Um Betrug auf die Schliche zu kommen, wird man oft auf folgende Regeln verwiesen: (Quelle: http://www.forexrealm.com/forex-articles/forex-fraud-and-scams.html )
- Rechnen Sie nicht mit Möglichkeiten, die allzu zu fantastisch sind.
- Vermeiden Sie jede Firma, die Garantien für riesige Gewinne gibt.
- Seien Sie misstrauisch gegenüber Unternehmen, die auf Nachfragen im Bezug auf konkrete Details mit Allgemeinbegriffen oder unverständlichen Fachchinesisch antworten.
- Lassen Sie sich nicht auf Regelungen ein, wenn Sie nicht nachvollziehen können, was diese bedeuten.
- Machen Sie nie eine Banküberweisung an eine Ihnen benannte Einzelperson, mit der Sie keinen geschäftlich nachvollziehbaren Bezug herstellen können.
- Stellen Sie sicher, dass das Unternehmen zertifizierte und nachvollziehbare Aufzeichnungen über die Leistungsfähigkeit der Organisation und ihrer Aktivitäten bieten kann.
- Seien Sie vorsichtig, wenn Sie zum Übertragen von Geld über das Internet per Mail oder auf andere Weise aufgefordert werden.
- Arbeiten Sie niemals mit irgendjemandem zusammen, der sich weigert, wichtige Hintergrundinformationen zu erläutern.
Die alte Dame und die Börse
Ingeborg Mootz kann als Paradebeispiel für vieles herhalten: etwa als Beleg für die Behauptung, dass geistige Beweglichkeit auch den Körper fit hält. Oder das Emanzipation in jedem Alter möglich ist. Dass heutige Senioren weiterhin am Ball bleiben wollen. Und dass Aktienspekulationen keine Frage hochgestochener Detailkenntnisse ist.
Die 86-Jährige aus Gießen hat sich ihr Börsenwissen selbst beigebracht, und sie ist außerordentlich erfolgreich. Dabei schien ihr Lebensweg sie bestimmt nicht zur Börse führen. Auf einer Veranstaltung des Business and Professionel Women (BPW) Germany Club München e.V. erzählt sie ihre Geschichte.
Ingeborg Mootz, blondes Haar, weiße Hose, blau gestreifte Bluse, redet ohne Manuskript, ohne sich am Rednerpult abzustützen. Geschickt lässt sie hinweise auf ihr Buch „Börsenkrimi“ einfließen, das sie im Eigenverlag herausgebracht hat und das ihre Tochter am Infostand zum verkauf anbietet. Die Entspannungspädagogin, einziges Kind der späten Börsenlady, staunt immer noch: „Ich hätte nicht gedacht, dass mich meine Mutter noch in diesem Alter überholt.“
Eine Allerweltsbiografie
Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Ingeborg Mootz keinen Beruf, sie musste ihre Mutter pflegen. Heirat, Hausfrau, Mutter, Abhängigkeit. Nach 20 Ehejahren, mit 48, der entscheidende Schritt: „Es gab Ärger mit dem Geld. Für das Totospielen waren 300 Euro da, aber am Haushaltsgeld wurde gespart“, erinnert sie sich. „Da habe ich zu meinem Mann gesagt: Ich werde jetzt arbeiten.“ Die Berufslose wollte genau soviel verdienen wie ihr Gatte als Prokurist. Sie ließ sich im dreiwöchigen Schnelldurchlauf zur Vermögensberaterin ausbilden. „Da habe ich etwas über Versicherungen gelernt. Vor allem lernte ich, über meinen Schatten zu springen und auf Menschen zuzugehen.“ Zwei Jahre verkaufte sie Versicherungen, bis sie bei einem Unfall einen Lendenwirbelbruch erlitt und sehr lange arbeitsunfähig war.
Eine unspektakuläre Strategie
Ärger gab es, als sie ihre Aktien kaufte. „Mein Mann war der Meinung, Frauen verstünden nichts von Geld.“ Frau Mootz war anderer Meinung, Aber sie gab klein bei und verkaufte ihre Aktien wieder. Als ihr Mann 1997 starb, erbte die damals 77-Jährige Aktien im Wert von 60.000 D-Mark. „Da habe ich mir gesagt: Daraus mache ich in zehn Jahren eine Million. Neun Jahre später habe ich es geschafft, auch wenn es nur eine halbe Million Euro sind. Aber auch in dieser Währung schaffe ich noch eine Million.“
Aus ihrer Methode macht die ältere Dame kein Geheimnis, und geheimnisvoll ist sie auch nicht: „Ich kaufe nur DAX-Werte, sehe mir die Firmenporträts genau an, verfolge die Kursentwicklungen der vergangenen Jahre, achte auf die Dividendenausschüttungen und darauf, dass genügend Kleinaktionäre beteiligt sind. Und vor allem: Geduld haben und nicht nach dem schnellen Geld streben.“
In jüngster Zeit musste sie viermal ins Krankenhaus. Das warf sie nicht um, im Gegenteil: „Ich hatte die Vision, mit 86 voll durchzustarten.“ Fünf Fernsehauftritte folgten, jetzt will sie Vorträge in Schulen und Universitäten halten, um zu zeigen, wie man mit Aktien umgeht, und um ihren Zuhörern die Angst vor Aktien zu nehmen. Frauen mahnt sie überzeugend: „Mehr Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung!“
