Archiv für Banken

KfW in Geldnot?

Heutzutage hört man zunehmend mehr Berichte, nach denen die  KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, zahlreiche Altschulden einfordert. Diese datieren teilweise noch aus den Jahren um 1920. Heraus gekommen ist das Ganze auf sehr sonderbare Weise, nämlich, indem verschiedene Personen, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts einen Kredit bei der KfW aufgenommen haben, diesen aufgrund der Vertreibung und Enteignung jedoch nicht zurück zahlen konnten. Trotzdem die Grundschulden aus dem Grundbuch ausgetragen wurden, denn das Volkseigentum der DDR durfte nicht belastet sein, wurden diese Schulden nie aus den Büchern der KfW gestrichen.

Mittlerweile haben sich auf diese Art und Weise mehrere Millionen Euro Altschulden angesammelt, die Stück für Stück von der KfW eingetrieben werden, auch wenn diese Schulden bereits sehr alt sind. Zwar wurde in einem Urteil aus dem Jahre 2001 verkündet, dass diese Schulden mittlerweile verjährt seien, doch im Jahre 2004 / 2005 wurde diese Entscheidung durch ein neues Gesetz zunichte gemacht, die Schulden bleiben weiterhin bestehen.
Dabei werden viele Menschen, deren Großeltern oder Urgroßeltern also solche Altschulden aufweisen, völlig überrascht, wenn sie Post von der KfW erhalten, in der eben diese Schulden eingefordert werden. Die KfW geht dabei sogar soweit, mit Zwangsvollstreckungen zu drohen und ähnliches. Dabei ist es es dann natürlich kein Wunder, dass immer mehr Menschen in arge Bedrängnis geraten, zumal, wenn sie teilweise überhaupt nichts von diesen Schulden wissen, die ja zum Beispiel über das Grundbuch auch nicht mehr nachvollziehbar sind.
Aufgrund der sehr späten Eintreibung dieser eigentlich doch schon verjährten Forderungen könnte man nun fast schon davon ausgehen, dass die KfW selbst in Geldnot geraten ist. Doch ob dies tatsächlich den Tatsachen entspricht, daran scheiden sich doch nach wie vor die Geister.

Weltweite Rettungspakete für die Finanzmärkte

Bankgarantien, Eigenkapitalfinanzierung und direkter Aufkauf fauler Kredite, in Milliarden Euro:

  • 571 Großbritannien
  • 519 USA
  • 500 Deutschland
  • 400 Irland
  • 360 Frankreich
  • 220 Niederlande
  • 139 Russland
  • 100 Österreich
  • 100 Spanien
  • 100 Südkorea
  • 48 Schweiz
  • 41 Norwegen
  • 40 Italien
  • 30 Saudi-Arabien
  • 28 Griechenland
  • 20 Portugal
  • 15 Japan
  • 8 Australien
  • 5 Ungarn
  • 5 Belgien
  • 4 Katar

Insgesamt: Über 3.200 Mrd. €

Die Maßnahmen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung

Der Rettungsplan

Staatliche Garantien

  • Zur Absicherung des Interbankenhandels und anderer Refinanzierungsgeschäfte stellt der Staat gegen Gebühr Garantien zur Verfügung. Gesamtvolumen bis zu: 400 Mrd. €
  • Für eventuelle Ausfälle stehen bereit: 20 Mrd. €

Auflage
Der Fonds darf die Geschäftspolitik der Banken überprüfen

Risikoübernahme
Der Fonds kann gefährdete Wertpapiere und Forderungen von Banken übernehmen. Diese erhalten im Gegenzug Schuldtitel des Bundes. Die Obergrenze soll bei 5 Mrd. Euro pro Unternehmen liegen. Der Fonds verlangt für die Risikoübernahme eine Verzinsung.

Auflagen

  • Der Fonds darf die Geschäftspolitik der Banken überprüfen
  • Keine Dividendenausschüttung
  • Vergütungs- und Abfindungsregelungen für die Manager

Rekapitalisierung
Um die Eigenkapitalbasis der Banken zu Stärken, kann der Fonds zum Beispiel neuausgegebene Aktien oder stille Beteiligungen erwerben. Die Obergrenze soll bei 10 Mrd. Euro pro Unternehmen liegen. Die Kapitaleinlagen werden marktgerecht vergütet.

Auflagen
Zusätzlich zu den Auflagen bei der Risikoübernahme muss sich die Bank zur marktüblichen Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen verpflichten.

Für Risikoübernahme und Rekapitalisierung stehen zur Verfügung: 80 Mrd. €

Abschreibungen deutscher Banken durch die Finanzkrise in Milliarden Euro

• IKB 10,3
• Deutsche Bank 9,2
• BayernLB 4,8
• LBBW 3,3
• WestLB 3,2
• Dresdner Bank 2,7
• HSH Nordbank 2,3
• DZ Bank 1,8
• Sachsen LB 1,8
• Commerzbank 1,6
• Postbank 0,9
• Hypo Real Estate 0,8
• HVB 0,5
• Helaba 0,5
• Nord/LB 0,4
• LBB 0,1

(Quelle: Spiegel.de)