Bier Ausgeben

Bier Ausgeben – Abenteuer mit Bier

Seit mehr als 10.000 Jahren wird Bier überall auf der Welt getrunken, aber nie hat es eine derartige Auswahl an verschiedensten Biersorten gegeben wie heute. Gutes Bier brauen, Bier ausgeben, erlebt eine weltweite Renaissance, globale Revolution, in der sowohl alte als auch neue Techniken des Bierbrauens Anwendung finden.

Von den USA bis Asien, von Deutschland bis Australien wird über Stammwürze, Extrakt und Flüssigkeitsanteil diskutiert, Geschmack und diverse Biergattungen werden tief und breit verglichen und besprochen. Länder, die bisher kaum Biertradition aufwiesen, beherbergen jetzt, bedeutende Brauereien. Alte Biere werden wieder entdeck und neue Gattungen werden mit viel wissenschaftlichem Einsatz und modernster Technik kreiert. Brauer verwenden immer ausgefallenere Zutaten und leihen sich Wissen zu Gärprozessen von Weinbauern, während Destillateure und Gastrogurus Seminare und Abhandlungen über die Beziehung von Bier und Essen veröffentlichen.

Das dritt liebste Getränk der Deutschen ist Bier, sie trinken im Durchschnitt 150 Liter im Durchschnitt pro Person und Jahr. Es gibt eine unüberschaubare Zahl an Biersorten, so dass Sie mit dem Bier ausgeben die Qual der Wahl haben werden. Fast jeder hat eine Lieblingssorte und eine Lieblingsmarke.

Die meisten Gaststätten machen ein großes Geschäft damit Bier auszuschenken und Bier ausgeben . Wer sein Bier in einem Lokal in Deutschland an der Theke trinkt, kann seinem Nachbarn ein Glas Bier ausgeben , ein Weißbier oder ein Lager und so leicht fremde Leute kennen lernen. In Afrika, in Tansania oder Kenia, während einer Trekkingtour auf dem Kilimandscharo, werden sich Guides und Trägern freuen, wenn Sie ein Bier ausgeben , ein Tusker oder White Cap.

Londoner lernen Sie am besten bei einer Pub Tour kennen, Sie gehen von Bar zu Bar und probieren die verschiedensten Biere aus. In den Londoner Pubs können Sie einen besonderen Typ von Bier kennen lernen, mit ziemlich herkömmlichen Namen wie Braksprears, Courage Best, oder Friary Meux, diese Biere ausgeben und trinken ist ein Erlebnis besonderer Art. In einem der Spezial Bierbars in Brüssel wird Ihnen Cantillon Gueuze oder ein Pauwel Kwak serviert, dieses Bier ausgeben heißt Freude spenden.

Biergenuss ist ein Teil des täglichen Lebens in Prag, eine Million Menschen lebend dort und alle trinken gerne Bier und wenn Sie ein ausgezeichnetes Bier wie ein Plenz z tanku, ein unpasteurisiertes Pilsner Urquell, ein Bier ausgeben ,das vom Fass kommt, werden sie nicht lange allein bleiben.

Mit einem amerikanischen New Age Bier, traditionellen belgischen Trappisten Bier, klassischen britischen Bitter, bis zum deutschen Lager sind sie gut bedient. Wenn Sie ein solches Bier ausgeben , werden sowohl Bierfans wie auch Bier Neulinge sich wohlwollend an sie erinnern.

Toilettenspülung mit Folgen

In einem kuriosen Fall entschied das Amtsgericht Wedding: einem Mieter kann fristlos gekündigt werden, wenn dieser trotz Abmahnung über einen längeren Zeitraum die Toilettenspülung so blockiert, dass ständig Wasser läuft (Urteil v. 19.10.2009, 15b C 80/09).

In diesem Fall hatten sich zunächst Nachbarn beschwert, dass aus der Wohnung des (später verklagten) Mieters ein ständiges Wasserrauschen, auch nach 22 Uhr, zu hören sei. Der Vermieter besichtigte daraufhin die Wohnung des Störers und stellte fest, dass der Mieter seinen Rasierapparat auf dem Spülkasten des WCs derart abgestellt hatte, dass dieser die Spültaste blockierte und das Wasser dauerhaft durchlief. Nacherfolgloser Abmahnung kündigte der Vermieter fristlos und verlangte schließlich die Räumung und Herausgbe der Wohnung.

Das Amtsgericht Wedding verurteilte den Mieter zur Räumung der Wohnung, da die fristlose Kündigung des Vermieters wirksam sei. Durch sein Verhalten habe der Mieter den Hausfrieden nachhaltig gestört und seine mietvertraglichen Pflichten grob verletzt. Die Verursachung ständigen Wasserrauschens im Abflussrohr stelle in einem hellhörigen Haus eine nachhaltige Lärmbelästigung dar. Der Mieter habe durch sein fortgesetztes Verhalten seine Nachbarn im Haus in unzumutbarer Weise und insbesondere auch zu nächtlichen Ruhezeiten gestört. Er habe Wasser, eine zunehmend kostbare ressource, verschwendet. Ferner habe er die Nachbarn oder den Vermieter der konkreten Gefahr einer finanziellen Schädigung ausgesetzt, da im Haus keine individuallen Wasserzähler installiert sind. Der Mieter verteidugte sich erfolglos damit, dass starke Fäkalgerüche aus der Toilette entströmt seien, diesen angeblichen Mangel hätte er jedoch beim Vermieter anzeigen müssen.

Europa ändert Regeln für Riester-Rente

Viele Bundesbürger sorgen zusätzlich fürs Alter vor, stopfen nach nach Kräften die renten-Lücke. So sind allein für die Riester-Rente schon gut 13 Millionen Verträge abgeschlossen worden. Und all den Riester-Sparern hat der Europäische Gerichtshof mehr Handlungsfreiheit beschert: Er Verurteilte Deutschland dazu, die Regeln für die Riester rente zu ändern. Denn die bisher geltenden Gesetze verstoßen gegen eine EU-Vorgabe, die “Freizügigkeit der Arbeitnehmer innerhalb der Gemeinschaft”.

Kurz vor Weihnachten hat das Bundeskabinett die nötigen Änderungen als Gesetztesentwurf auf den Weg gebracht – mit dem Vermerk “Alternativen: keine”. Die Riester-Rente wird damit sozusagen internationaler.

  • Auch die Grenzgänger dürfen künftig riestern. Wer in Deutschland arbeitet, aber im Ausland steuerpflichtig ist, bekommt bisher ja noch keine Riester-Zulage.
  • Riester-Sparer müssen die Förderung nicht mehr zurückzahlen, wenn sie später ins “EU-EWR-Ausland” umziehen. Das sind die anderen 26 EU-Staaten sowie Island, Lichtenstein und Norwegen (nicht aber die Schweiz).
  • Das Kapital aus einem Wohn-Riester-Vertrag kann künftig auch für den Kauf einer selbst genutzten Immobilie im besagten EU-EWR-Ausland genutzt werden.

(Europäischer Gerichtshof, 10.9.09, C-269/07)

Wie funktioniert ein Abstattungskredit?

Ein Abstattungskredit ist eine private Darlehensart, bei der ein Kreditbetrag vereinbart wird, welcher sofort nach Vertragsabschluss ausgezahlt wird. Eine Besonderheit besteht hierbei bei der Zins- und Tilgungszahlung: Die Tilgungsrate bleibt stets gleich, die Zinsen dagegen sinken von Zeit zu Zeit, da dank der Tilgung auch der Gesamtbetrag niedriger wird. Durch das Sinken der Zinsen und die Konstanz der Tilgung, wird die Belastung für den Kreditnehmer im Laufe der Zeit insgesamt geringer.

Beispiel:
Angenommen, der Kreditnehmer bekomme ein Darlehensbetrag von 100.000 € mit einer Verzinsung von 7 % p.a. und einer entsprechenden Tilgungsrate von 2 % p.a. Damit belaufen sich die Zinsen auf 7.000 € und die Tilgung auf 2.000 €. Die Gesamtrate pro Jahr beträgt also 9.000 €. Am Ende des ersten Jahres bleibt aufgrund der Tilgung noch eine Restschuld von 98.000 € übrig, bezahlt sind aber bereits 9.000 €. Im zweiten Jahr beträgt die Zinsrate durch die Restschuld von 98.000 € nur noch 6.860 € zuzüglich 2.000 € Tilgung. Die Restschuld zum Ende des zweiten Darlehensjahrs beträgt nun noch 96.000 €, wovon nun wiederum im dritten Abstattungsjahr die Zinsen neu berechnet werden. Bis zum Ende des zweiten Jahres hat der Kreditnehmer bereits 17.860 € gezahlt, getilgt wurden davon aber tatsächlich lediglich 4.000 €.

Allerdings birgt der Abstattungskredit auch einige Nachteile in sich: Zum einen hat sich der Kreditnehmer jedes Jahr auf eine neue Rate einzustellen und mit einer relativ hohen Belastung zum Anfang zu rechnen. Zum anderen dauert die Tilgung des Darlehens oftmals bis zu 50 oder noch mehr Jahre, bis der Kredit vollständig zurückgezahlt ist.

Was ist eigentlich eine Abfindung?

Mit Abfindung oder Abfindungsgeld bezeichnet man eine einmalige Leistung, die gewöhnlich in Bargeld ausgezahlt wird, um einen entstandenen Schaden gegenüber einer anderen Person wettzumachen. Am bekanntesten ist die Abfindung wohl bei einer Kündigung eines Arbeitnehmers, um den Arbeiter nicht leer ausgehen zu lassen. Dennoch ist es jedem Arbeitgeber freigestellt, ob er eine Abfindung gewährt oder nicht. Er muss allerdings bei einem Betrag, der unter dem des im Kündigungsschutzgesetz (KSchG) verankerten liegt, im Voraus ausdrücklich darauf hinweisen, da der Arbeitnehmer sonst nach abgelaufener Kündigungsfrist eine Ausgleich der Differenz einfordern kann. Falls es wirklich zu dem unglücklichen und hoffentlich auch seltenen Fall kommen sollte, dass der gekündigte Arbeitnehmer während dieser Frist verstirbt, so können seine Erben nicht auf der Auszahlung des Abfindungsgeldes bestehen.

Gewöhnlich wird der Gekündigte aber entsprechend entschädigt, wobei sich die Abfindung nach dem Bruttomonatsgehalt kalkuliert. Dabei wird die Hälfte eines Monatsgehaltes mit den Beschäftigungsjahren multipliziert.

Beispiel:
Angenommen, ein Arbeitnehmer verdiene im Monat 1.700 € brutto. Seine Beschäftigungsdauer habe drei Jahre und sieben Monate betragen, wobei die sieben Monate als volles Jahr gelten, da er hierbei über ein halbes Jahr für das Unternehmen tätig war. Laut Kündigungsschutzgesetz erhalte der Entlassene eine Abfindung von 3.400 €:

1.700 € 50% 4 Jahre = 3.400 €

Eine Abfindung kann aber auch im Privatrecht gezahlt werden: Bei Erbverzicht wird derjenige, der einem bestimmten vererbten Sachgegenstand entsagt, mit Abfindungsgeld ausbezahlt. Oft werden auch vorläufige Renten im Sozialrecht als Abfindung bezeichnet. Im Grunde ist es jedoch immer eine einmalige Leistung in Form von Geld als Entschädigung einer Person, die von Schadensersatzleitungen lediglich in ihrer Rechtsform zu unterscheiden ist.

Die fünf Stufen zur Weltwirtschaftskrise

Da spielt im Januar dieses Jahres das größte Bankinstitut der USA, die Citigroup, mit Hypotheken wie ein Zocker im Casino mit seinen Chips – und ein paar Monate später stürzt die Welt in den finanziellen Ruin:

1. Stufe:
Am 15. Januar 2008 hängt die Citigroup den Verlust von fast zehn Milliarden Dollar an die große Glocke, am 18. verspricht der amerikanische Präsident George W. Bush Hilfe in Form von Steuergutscheinen und drei Später nimmt das Fiasko seinen Lauf an der Börse: Der DAX fällt um sieben Prozent, Jerome Kerviel, Mitarbeiter der französischen Großbank Societe Generale, stielt dem Unternehmen beim Zocken gnadenlos gute 50 Milliarden Euro und an der Wall Street handelt niemand!

2. Stufe:
Am 15. März meldet James Cayne, Chef der Investmentbank Bear Stearns, dass er nach Jahren voller Erfolg an der Börse nun vor dem Ruin stehe: Milliarden seien durch unsichere Hypotheken auf der Strecke geblieben.

3.Stufe:
Im September treffen drei Ereignisse zusammen: Die beiden US-amerikanischen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sollen verstaatlicht werden, die Investmentbank Lehman Brothers meldet Insolvenz an, was wahrscheinlich als wichtigste Zäsur in diesem Krisenjahr gelte, und mit über 60 Milliarden Euro wird die Hypo Real Estate Ende des Monats gerade noch einmal gerettet.

4. Stufe:
Der Oktober ist von Angst in der Bevölkerung geprägt, Island versinkt in der Katastrophe und der US-Senat beschließt ein Rettungspaket von über 700 Milliarden Dollar.

5. Stufe:
Ende Oktober erreicht auch Deutschland die Rezession; die Lage eskaliert: Autohersteller schicken ihre Mitarbeiter nach Hause, Opel muss um Geld betteln gehen, Banken geben kaum noch Kredite, der Immobilienmarkt geht drastisch zurück und immer mehr Konjunkturpakete werden ins Land geschickt.

Die iPlus VISA Card – viel Ersparnis für den

Die iPlus VISA Card ist eine von der Santander Consumer Bank ausgegebene Kreditkarte, deren Inhaber weltweit über 24 Millionen Akzeptanzstellen und mehr als 800.000 Bankautomaten zur Verfügung stehen.

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Kreditkarten ist beispielsweise, dass sie einen weltweiten Tankrabatt von ein Prozent auf maximal 400,00 € Tankumsatz pro Monat bietet. Gerade in Zeiten hoher Benzinpreise konnte die Santander Bank damit werben. Ein anderes Extra ist die integrierte Reiserücktrittskostenversicherung, wobei nur Bedingung ist, dass der Karteninhaber die Reise mit der iPlus VISA Card zu bezahlen hat. Des Weiteren wird dem Besitzer der Karte ein Rabatt von fünf Prozent gewährt, sofern er seine Reise über die Urlaubsplus GmbH bucht.

Es wird auch mit flexibler Rückzahlung der Kartenumsätze geworben: Der Rechnungsbetrag kann ganz bequem von einem bereits vorhandenen Konto eingezogen werden – dabei spielt die Bank keine Rolle -, oder es wird eine Teilzahlung mit der Bank vereinbart, sodass man ganz in Ruhe in monatlichen Raten mit einem relativ geringen anfänglichen effektiven Jahreszins zurückzahlt. Dank der von der Santander Consumer Bank angebotenen zusätzlichen Ratenschutzversicherung kann sich der Karteninhaber auch bequem gegen Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und Sterbefall gegen einen minimalen Aufpreis versichern lassen.

Zu all dem kommt, dass die iPlus VISA Card mit all ihren Vorteilen und verlockenden Angeboten im ersten Jahr gebührenfrei ist und danach eine Jahresgebühr von nur 26,90 € aufweist.

Jedoch ist zu bedenken, dass man mit dieser Karte viel Werbung auf sich zieht: Die Santander Consumer Bank kommt immer wieder mit neuen, benutzerfreundlichen Angeboten und gewisse Vorzüge können oftmals nur in Verbindung mit bestimmten Gesellschaften genossen werden.

Was ist eigentlich eine Hypothek?

Der Begriff Hypothek kommt aus dem Griechischen und heißt eigentlich „Unterpfand”. Damit ist eine Hypothek also ein beschränktes Herrschaftsrecht, das den Inhaber der Hypothek dazu berechtigt, in einer bestimmten Weise auf die hypothekarisch belastete Sachse Einfluss zu nehmen. Heute wird eine Hypothek meist im Gründstücksrecht verwendet; bekannt ist der Begriff vor allem durch das Gesellschaftsspiel Monopoly. In diesem Spiel ist eine Hypothek, mit der ein Grundstück belastet werden kann, die letzte Überlebenschance, falls es zu unerwarteten finanziellen Schwierigkeiten gekommen ist. Wird eine Hypothek aufgenommen, so zahlt die Bank den festgesetzten Geldbetrag, der von Beginn an für eine mögliche hypothekarische Belastung auf genau dieses Grundstück bekannt ist, an den Empfangsberechtigten.

Der Eigentümer des Grundstücks gilt zwar noch als Besitzer dessen, darf aber darüber kein Einkommen mehr verbuchen. Wird dieses Grundstück verkauft, so wird auch die Hypothek mit verkauft – und der neue Inhaber muss diese erst bei der Bank abbezahlen, bevor er die erworbene Liegenschaft als Einnahmequelle nutzen kann. Sind alle Besitztümer eines Monopoly-Spielers hypothekarisch belastet, so ist er zahlungs- und einnahmeunfähig und somit bankrott. Schließlich könnte man eine Hypothek also auch mit einer Art Sicherheit umschreiben, die dem Gläubiger noch zusteht, falls es zu einem unerwarteten Engpass in Sachen Geld kommen sollte.

In dem seltenen Fall, dass der Gläubiger das nötige Geld, um die Hypothek wieder abzubezahlen, aufbringt, erhält er die gesamten Grundstücksrechte von der Bank zurück und darf darüber wieder Verdienst machen.

Momentan sind in Deutschland noch gut 20% aller Grundstücksbelastungen als Hypothek bestellt, der Rest verteilt sich auf andere Finanzierungsformen.

Gewinner und Verlierer der Finanzkrise

Das Krisenjahr 2008 brachte nicht nur zahlreiche Verlierer mit sich, einige Investoren und Unternehmen profitierten auch davon. So mussten zwar die Bankenchefs Georg Funke von der Hypo Real Estate, Daniel Bouton von der Societe Generale, Hans Berger von der HSH Nordbank AG und Richard Fuld von der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Inc. ihren Platz räumen, doch dagegen zählte die weltgrößte Fast-Food-Kette McDonald’s zu den ganz großen Gewinnern: Ein Plus von stolzen elf Prozent hieß die Bilanz im dritten Quartal dieses Jahres. Jim Skinner, Chef der Schnellrestaurantkette, betitelte sein Unternehmen als „rezessionsfest”. Während Jerry Yang, Gründer der Suchmaschine Yahoo!, eine Übernahme von Microsoft abwehrte, eine sich nicht auf eine Kooperation mit seinem Konkurrenten Google einigen konnte und sich infolgedessen vom Chefsessel es Unternehmens verdrücken musste, schossen die Aktien der von dem ohnehin schon milliardenschweren Warren Buffett geführten Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway mit einem Gewinn von 36 Prozent in die Höhe. Dennoch sei der reichste Mann der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 62 Milliarden Dollar aufgrund seiner Investitionen bei Goldman Sachs wieder um einiges ärmer als vor der Finanzkrise.

Dagegen können sich japanische Banken ins Fäustchen lachen: Während ihre amerikanischen, britischen und deutschen Partner mit der Existenz zu kämpfen haben, kauft die Nomura Holdings gelassen die Investmentbanksparte der insolventen Lehman Brothers und die Mizuho Financial Group erweitert ihre Anteile an der Bank of America. Auch die New Yorker Bank Morgan Stanley sah sich gezwungen, 20% an die Mitsubishi UFJ Holdings zu verkaufen. Weitere Gewinner sind der günstige Mini-Notebook-Hersteller Acer und John Thain, Chef des Finanzdienstleistungsunternehmens Merrill Lynch & Co. (ML).

Anklage gegen Hypo Real Estate

Am 16. Dezember stürmten 65 Polizisten, 15 Staatsanwälte und zwei Beamte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Büros der Zentrale der Bankenholding Hypo Real Estate (HRE): Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat Anklage bei der Staatsanwaltschaft München gegen das Unternehmen bzw. gegen seinen bereits zurückgetretenen Chef Georg Funke, gegen den Vorstandskollegen Bo Heide-Ottosen und gegen fast den ganzen Aufsichtsrat der HRE erhoben.

Ihnen werden Veruntreuung, Marktmanipulation, Verschleierung der Notlage der Bank sowie Täuschung der Aktionäre und Öffentlichkeit vorgeworfen, weil das Unternehmen bereits während der Finanzkrise stets beteuerte, davon nicht betroffen zu sein. Damit verfälschte es vorsätzlich den Aktienkurs an der Börse. Die Beweissammlungen, Beschlagnahmungen verschiedensten Materials und die Sicherung elektronischer Daten werden wohl noch mehrere Monate andauern, bis über eine endgültige Anklage entschieden werden kann, so Oberstaatsanwalt Schmidt-Sommerfeld.

Mit diesem Coup leitet die Staatsanwaltschaft das dritte Verfahren gegen deutsche Finanzinstitute ein: Bereits im August dieses Jahres waren Wohnungen von fünf Ex-Vorstandsmitgliedern der Landesbank Sachsen (Sachsen LB) durchsucht worden, bereits zwei Monate später schlugen Ermittler bei der KfW Bankengruppe zu. Innerhalb eines Jahres fiel der die Aktie der Hypo Real Estate von 37 Euro auf momentan nur drei Euro und bescherte ihr damit den Ausschluss aus dem Deutschen Aktienindex (DAX) und die Degradierung zum MDAX für lediglich mittelständische Unternehmen.

Zwar geriet der Vorsitzende Georg Funke wegen mangelhafter Informationspolitik stark in die Kritik, doch werden ihn diese Umstände bei einem 2006 Geschäftsbereich der HRE kalkulierten Fixgehalt von 800.000 Euro und einer Gesamtvergütung von 3,1 Millionen Euro wohl ziemlich kalt lassen.